Zusammensetzung - Was ist im Arzneimittel enthalten?
Bezugseinheit für angegebene Mengen: 1 Tablette
Hilfsstoff Minz-Aroma-Pulver 57581 +
Wirkstoff Nicotin polacrilin (1:4,55) 22,2 mg
entspricht Nicotin 4 mg
Hilfsstoff Mannitol +
Hilfsstoff Natrium alginat +
Hilfsstoff Natriumcarbonat +
Hilfsstoff Natrium-Ion 15 mg
Hilfsstoff Aspartam +
Hilfsstoff Phenylalanin 3 mg
Hilfsstoff Xanthan gummi +
Hilfsstoff Polycarbophil calcium +
Hilfsstoff Kaliumhydrogencarbonat +
Hilfsstoff Magnesium stearat +
Wirkungsweise - Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wird als Unterstützung zur Raucherentwöhnung eingesetzt, vor allem um Entzugserscheinungen zu mildern. Das Entscheidende dabei ist, dass das Nikotin nicht in Form einer Zigarette abgegeben wird. Dadurch können die nachteiligen Faktoren, wie die zusätzlich mit aufgenommenen Schadstoffe und der suchtfördernde Vorgang des Rauchens, ausgeschlossen werden. Durch langsame Verringerung der Nikotinmenge kann kontrolliert die Nikotinabhängigkeit beendet werden.
Anwendungsgebiete
- Zur Unterstützung der Raucherentwöhnung
Gegenanzeigen - Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Frischer Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt (bis 3 Monate)
- Prinzmetal-Angina (Sonderform der Angina pectoris)
- Schlaganfall, der erst kurz zurückliegt
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie
- Anfallsartige Schmerzen in der Herzgegend
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen
- Durchblutungsstörungen der Hirngefäße
- Gefäßkrämpfe (z.B. Raynaud-Syndrom)
- Durchblutungsstörungen der Beine (arterielle Verschlusskrankheit)
- Bluthochdruck
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), der mit Insulin behandelt werden muss
- Schilddrüsenüberfunktion
- Hauterkrankungen, die den ganzen Körper betreffen und/oder chronisch sind, wie z.B. Schuppenflechte, chronische Hautentzündungen und Nesselausschlag
- Adrenalin produzierender Tumor (Phäochromozytom)
Nichtraucher oder Gelegenheitsraucher sollten das Arzneimittel nicht einnehmen.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen - Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Nebenwirkungen, die speziell auftreten, wenn Nikotin geschluckt wird:
- Vermehrter Speichelfluss
- Schluckauf
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, zum Teil mit Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut
Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:
Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.
Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Wichtige Hinweise - Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Aspartam (EU-Nummer E 951)!
- Bei der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie darf das Arzneimittel nicht angewendet werden, da es als Inhaltsstoff Phenylalanin enthält.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen bzw. die Aufnahme von Nikotin, unter Umständen auch Passivrauchen, muss vermieden werden.
Dosierungsangaben
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Einzeldosis |
Gesamtdosis |
Wann? |
| Erwachsene |
1 Lutschtablette |
9-15 mal täglich |
im Abstand von 1-2 Stunden |
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Lassen Sie die Lutschtablette im Mund zergehen. Wechseln Sie das Arzneimittel regelmäßig von einer Seite der Mundhöhle auf die andere, bis es sich nach ca. 20-30 Minuten vollständig aufgelöst hat.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nicht länger als 6 Monate angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hör- und Sehstörungen, Blutdruckabfall, Atemschwierigkeiten sowie zum Kreislaufkollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Haftungsausschluss
Diese Hinweise zum Arzneimittel werden vom ABDATA Pharma-Daten-Service bereitgestellt. Die Hinweise stellen keine Empfehlung oder Werbung für das Arzneimittel dar sondern dienen lediglich zur Information. Obwohl die Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen mit grosser Sorgfalt zusammengestellt wurden, können Fehler und Irrtümer nicht ganz ausgeschlossen werden. Deshalb wird keinerlei Haftung für die Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen. Die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker kann durch diese Hinweise keinesfalls ersetzt werden.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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